Fachtagung Landesverband der Kunstschulen

Landesverband der Kunstschulen mit Interner Fachtagung zu Gast an der Gmünder Volkshochschule und Jugendkunstschule 

 

Aufregende Wochen und Tage lagen hinter den beiden Leiterinnen der Jugendkunstschule (JKS) Ina Siebach-Nasser und Gerburg Maria Müller. Der permanente Blick auf die Inzidenzen und die damit verbundenen Überlegungen zu den dann geltenden Regelungen mussten ständig neu gedacht werden. Aber dann verschaffte die gute Inzidenz-Lage am Ende beiden doch noch strahlende Gesichter und die Tagung konnte stattfinden. Mit Lockerungen zwar, aber dennoch unter Pandemiebedingungen ein Akt.

Ingrid Hofmann, die Chefin und Direktorin an der Gmünder VHS ermöglichte den beiden ideale räumliche Bedingungen am Haus.

Gemeinsam mit der in Stuttgart ansässigen Geschäftsführerin des Landesverbandes der Kunstschulen Sabine Brandes sowie den beteiligten Dozent*innen tüftelten alle an einem Tagungsprogramm, das ursprünglich im März stattfinden sollte. Jetzt endlich konnten sie Dozentinnen und Leiterinnen aus den insgesamt 42 Kunstschulen in Baden-Württemberg an der Gmünder VHS begrüßen, was für alle Beteiligten nach so langer Abstinenz als total bereichernd wahrgenommen wurde. 

Oberbürgermeister Arnold versetzte die Gäste mit seiner für die JKS flammenden Rede "in Ekstase" und belegte die Wichtigkeit / Bedeutung von kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche mit seinem Gmünder Modell, denn so etwas könne nur dann klappen, wenn es zur Chefsache wird. Und das ist in Gmünd der Fall. Seit Bestehen der JKS 2014 in Trägerschaft der Gmünder VHS. 

Der Beifall von allen Beteiligten war Bestätigung dafür, dass der gemeinsame Weg von Stadtoberhaupt, Schwäbisch Gmünder VHS und wichtigen Kooperationspartnern wie der Pädagogischen Hochschule, Kulturbüro , dem Museum im Prediger und vielen weiteren der richtige war. 

Die JKS steht heute, sieben Jahre nach Gründung durch Beschlussfassung des Gemeinderates fest auf vier Beinen in Form einer Doppelspitze, zentral auf dem Boden des Münsterplatzes. 

Mit der Internen Fachtagung, kurz IFA, bietet der Landesverband seinen Mitglieds-Kunstschulen unterschiedlicher Trägerschaft die Möglichkeit, die Einrichtungen im jährlichen Wechsel gegenseitig kennenzulernen und sich untereinander kollegial auszutauschen. Nach über einem Jahr Pandemieerfahrung, Lockdown, Kursabsagen und ständigen Umorganisieren war zu spüren, wie sehr die Gäste den analogen Austausch vermissten. 

Fortbildungen für die Leiter*innen und Dozent*innen der jeweiligen Kunstschulen stehen im Rahmen der Tagungen dabei immer auch im Fokus, so auch dieses Mal. 

Die Gmünder Jugendkunstschule ist seit 2017 Mitglied im Landesverband. Dadurch können Siebach-Nasser und Müller unter anderem regelmäßig Schulkooperationen in der Gmünder Kernstadt anbieten, wie aktuell an der Klösterleschule, an der Schiller-Realschule, an der Hardt-Grundschule sowie am Hans-Baldung-Gymnasium. 

Wie vielfältig die Vermittlung von kultureller Bildung an der JKS in Gmünd ist, zeigten sechs besondere Workshops, die im Zentrum der Tagung standen. 

1. ARBEITSZIMMER TRICKLABOR FUSION SAND & COLLAGE mit Chris Kaiser und Vreni Krieger

Mit Kreativität und Vorstellungsvermögen wurden zusammen Sandbilder, Collagen und Trickfilm-Sequenzen gestaltet. An den Sandtischen von Sandtogether e.V. wurde gemalt, am Collage-Arbeitsplatz von Mollyrokk wurde mit Schere und Kleb die Welt neu zusammengesetzt und am Stop-Motion-Trick Tisch von Chris Kaiser erwachten Sandbilder und Collagen in Trickfilm-Sequenzen zum Leben. Auch das JKS Logo ging auf fantastische Sand-Reise.

2. Im FORSCHUNGSLABOR KUNST: SINN UND EIGENSINN DES MATERIALS mit Verena Wunderlich

Die Dozentin Verena Wunderlich ging gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmerinnen der Frage nach, ob die Beschaffenheit eines Materials dazu anregen kann, künstlerisch aktiv zu werden. Im Fokus stand das Erleben mit allen Sinnen, Erforschen und Experimentieren und der Prozess, eine individuelle künstlerische Idee zu entwickeln. Kleinere, fragile und verspielte Arbeiten konnte man am Ende des Workshops verteilt über den Münsterplatz entdecken. 

3. FREIHANDZEICHNEN – EINE KOSTPROBE mit Angelika Maurer,

die Ihren Teilnehmerinnen Raum bot, Methoden des Zeichnens kennenzulernen oder vertiefend anzuwenden und sich davon begeistern zu lassen. Ein großer Tisch auf dem Gegenstände ALLER ART standen, ermöglichte eine Fülle von zeichnerischen Anreizen und versetzte alle Teilnehmerinnen durch seine Anmutung eines  XXL Vanitas Stillleben  in einen anhaltenden Zustand von begeisterter Zeichenlust. 

4. HEUTE ABFALL – MORGEN KUNST

Genau das ist Upcycling. Die Kursleitenden Andrea Pitschmann und Wolf Pieper luden im Workshop dazu ein, diese Technik kennenzulernen. Mit einer Fülle von „Baumaterial“ wie alte PET Flaschen, Sahne- und Joghurtbecher etc. entstanden fantastische Objekte, Skulpturen und mehr. 

5. MENSCH AUS FARBE – AKTMALEREI

Thomas Nolden Anders als beim Zeichnen, wo Linie und Konstruktion zur figürlichen Darstellung führen, entstand in diesem Kurs die Figur aus Farbe. Farbwahrnehmung und Farbinterpretation waren der Zugang zu Proportion, Ausdruck und Raum. Dabei entstanden figuratives Verständnis und Farbverständnis im wechselseitigen Prozess. Im Mittelpunkt stand die Arbeit nach dem Modell, dem sich die Teilnehmenden mit verschiedenen malerischen Methoden nähern. Beispiele aus der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Malerei begleiteten den Workshop.

6. WAS IST DAS ÜBERHAUPT – KULTUR?

Mit den Vorbereitungsklassen (VKL) auf dem Weg zu einer transkulturellen Gesellschaft? Uli Krug lud seine Teilnehmenden zu einem Erfahrungsaustausch zur künstlerischen Arbeit mit interkultultrellen Gruppen ein. Am Beispiel des Projektes „Kultur macht stark“ wurde die Arbeit mit den VKLs erläutert und dabei der Fokus auf die interkulturelle Kompetenz des Lehrenden gelenkt. Im interaktiven Dialog mit seinen Teilnehmenden legte der Musikpädagoge Wert auf die Präsentationen von Projekten, die musikalischen Bezug haben und die Bedeutung von Musik verdeutlichen. 


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